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Schäuble missbraucht den IWF
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  Schäuble missbraucht den IWF, 23.04.12

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und dessen europäische Kollegen missbrauchen den Internationalen Währungsfonds (IWF) zur weiteren europäischen Schuldenexpansion. Dazu werden dessen Finanzmittel um mehr als 430 Milliarden Dollar aufgestockt. Die USA und Kanada beteiligen sich nicht daran. Die Mittel der Schwellenländer werden nicht für Europa eingesetzt. Somit kommen nur die europäischen Mittel zur "Rettung" der Euro-Schuldenländer zum Einsatz. EZB, EFSF, "IWF-Europa" und die staatlich pleiteabgesicherten europäischen Großbanken sind nun die Hauptfinanzierer neuer Staatsschulden. Ob das Euro-Finanzhaus ESM hingegen in der geplanten autonomen Form überhaupt jemals entstehen kann, ist angesichts der Verfassungen in den Euro-Ländern höchst umstritten. Kanadas Finanzminister James Flaherty äußert scharfe Kritik an Europa. --> FAZ 

01.04.12: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble soll Gouverneursrat des ESM werden. Das neue Euro-Finanzhaus mit Gouverneursrat, Direktorium und Mitarbeitern steht außerhalb demokratischer und aufsichtsrechtlicher Kontrolle, hat aber u.a. direkten Zugriff auf die deutschen Staatsfinanzen. Das Stammkapital soll mindestens 800 Milliarden Euro betragen.
--> Erwin Grandinger in der WELT

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Beuteland
Das Ökonomische ist immer auch politisch, weil Macht, Geld und Moral zusammen spielen. Bruno Bandulet, der einst über Adenauers Außenpolitik promovierte, zeichnet in seinem neuen Buch eindrucksvoll und ungewohnt eine Epoche deutscher Geschichte nach: Von der "Stunde Null" 1945 über die bis 1990 mühsam erkämpfte Selbstbestimmung und die mit der Einführung des Euro wieder verloren gegangene Souveränität Deutschlands. Wer die Finanz- und Zuwanderungskrise in Europa besser verstehen und einordnen will, sollte sich diese im Juli 2016 erschienene aufrüttelnde Abhandlung nicht entgehen lassen. Doch Vorsicht: Als Leser braucht man dafür starke Nerven und intakte Halsschlagadern.


 

 
 
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