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Spanien und Portugal müssen sich selbst retten
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  Spanien und Portugal müssen sich selbst retten, 06.12.10

Dunkle WolkenUnsolide Euro-Länder fallen wie die Dominosteine, wenn die (noch) finanzstarken Nachbarn für sie einspringen. Besser kann man Spekulanten nicht motivieren. Denn die Gewinnchancen sind hoch, die Verlustrisiken dagegen gering: die Steuerzahler nehmen sie ihnen zwangsläufig ab. Mit Spanien und Portugal dürfte die EU aber wohl überfordert sein. Die Iberer müssten sich also selbst retten, indem sie mit den Gläubigern ihrer Anleihen Stundungen und Teilverzichte aushandeln, Moratorien fixieren und neu starten. So ist auch dem Euro dauerhaft geholfen. Der derzeitige Euro-Rettungsschirm ist politisch fragwürdig, marktwirtschaftlich unsinnig und verstößt zudem gegen Maastricht-Vertrag und Grundgesetz.
Das Handelsblatt plädiert für eine Transfer-Union mit Euro-Anleihen. Ob die deutschen Melkkühe und die Verfassungsrichter da mitmachen?
Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker will Euro umumkehrbar machen. -> FAZ

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Die Deutschen zwischen Größenwahn und Selbstverleugnung Die Deutschen zwischen Größenwahn und Selbstverleugnung
"Noch nie stand Deutschland so einsam da wie unter Angela Merkel", schreibt Markus Vahlefeld in seinem im Mai 2017 erschienenen Essay. Die deutschen Leitmedien aber stehen an ihrer Seite und erklären zu Demokratiefeinden, die nicht dem "humanitären Imperativ" der Bundeskanzlerin folgen. Diese moralische Hochnäsigkeit bestimmt das neue deutsche Selbstwertgefühl, gepaart mit Heuchelei und Hybris. Deutschland sieht sich als das letzte aufrechte Land dieses Erdenrunds und isoliert sich zusehends von den nachbarlichen und westlichen Staaten. "Es gibt einige gute und sehr gute Texte über die geistig-moralische Wende, die von der Kanzlerin zum politischen Programm erhoben wurde. Dieser hier - ich meine das Buch von Markus Vahlefeld - ist der beste", schreibt Henryk M. Broder im Vorwort. So ist es.


 

 
 
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