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Staaten können pleite gehen
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  Staaten können pleite gehen, 30.01.09
Es war einmal ein Land mit vielen fleißigen Bürgern und nur wenigen faulen Säcken. Die Menschen schafften von morgens bis abends, bauten viele Autos und Maschinen und verkauften sie in die weite Welt. Die Bürger waren friedlich, zahlten brav ihre Steuern, verreisten viel und freuten sich ihres Lebens. Doch ihre Staatsherrschaft wurde übermütig. Und da ihr Schatzmeister mit dem Geld nicht umgehen konnte, verplemperte er es: besonders vor den Wahlen, weil die Herrschaften wiedergewählt werden wollten, und an Länder in der Nachbarschaft, weil sie sich mit ihnen gut stellen wollten. Die Obrigkeit gab Jahr für Jahr mehr Geld aus als sie einnahm. Sogar in besonders guten Jahren wuchsen die Schulden. Eines Tages aber wurde die Herrschaft von einer großen Krise, die die ganze Welt befiel, überrascht. Die Finanzhäuser in den Ländern verloren mehr Geld, als sie jemals verdient hatten. Sie waren fast alle pleite. Nun verleibte sich die Regierung die schwachen Unternehmen ein, übernahm auch ihre Verluste und ihre Schulden, weil sie glaubte, damit eine noch größere Krise verhindern zu können. Da die Staatsherrschaft aber schon selbst so viele Schulden hatte, wurden die Bürger misstrauisch. Sie fürchteten um ihr Geld und liehen es ihrem Landes-Schatzmeister nur noch zu hohen Zinssätzen. Plötzlich ging es allen schlecht: Das Land konnte nur noch wenige Autos und Maschinen verkaufen, die Bürger konnten kaum noch Steuern zahlen, und der Staat saß in der Zinsfalle. Er konnte und wollte seine Zinsen nicht mehr begleichen. Er war selbst pleite. Was sollte er tun? Nur noch die braven Bürger hatten Vermögen. Also sagte der Schatzmeister: "Die Bürger müssen jetzt für uns bürgen und uns ihr Geld geben. Es ist Zahltag. Wenn nicht freiwillig, dann mit Zwang. Und da wir keine Zinsen bezahlen können, müssen sie uns das Geld auf 30 Jahre zinslos geben." Da war das Jammern und Zetern im Lande groß. Aber es nützte den Bürgern nichts, sie mussten ihr Geld berappen. Denn es lohnte sich nicht, mit dem letzten Geld in ein anderes Land zu flüchten. Dort stand es noch viel schlimmer. - Nur den faulen Säcken war das egal: sie hatten nichts zu verlieren und nichts zu befürchten.
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Die Deutschen zwischen Größenwahn und Selbstverleugnung Die Deutschen zwischen Größenwahn und Selbstverleugnung
"Noch nie stand Deutschland so einsam da wie unter Angela Merkel", schreibt Markus Vahlefeld in seinem im Mai 2017 erschienenen Essay. Die deutschen Leitmedien aber stehen an ihrer Seite und erklären zu Demokratiefeinden, die nicht dem "humanitären Imperativ" der Bundeskanzlerin folgen. Diese moralische Hochnäsigkeit bestimmt das neue deutsche Selbstwertgefühl, gepaart mit Heuchelei und Hybris. Deutschland sieht sich als das letzte aufrechte Land dieses Erdenrunds und isoliert sich zusehends von den nachbarlichen und westlichen Staaten. "Es gibt einige gute und sehr gute Texte über die geistig-moralische Wende, die von der Kanzlerin zum politischen Programm erhoben wurde. Dieser hier - ich meine das Buch von Markus Vahlefeld - ist der beste", schreibt Henryk M. Broder im Vorwort. So ist es.


 

 
 
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