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Steuerzahler haften für Managementfehler in Staatsbanken
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  Steuerzahler haften für Managementfehler in Staatsbanken, 07.10.09
Nun also auch die SachsenLB, die mit einem Notkredit von mehr als 17 Milliarden Euro vor der Pleite gerettet werden muss. Erst kürzlich musste die Mittelstandsbank IKB, eine Tochterbank der staatlichen KfW, mit Milliardenbeträgen vor dem Kollaps bewahrt werden. Bereits im Frühsommer wurden die an der Börse verjubelten dreistelligen Millionenbeträge der BayernLB und der WestLB offenkundig. Gerne werden jetzt die Hedgefonds als Wurzel allen Übels benannt. Doch die Fälle liegen anders und haben stets die gleichen Ursachen: alle Sicherungen bei den Banken knallen durch. 1. beim verantwortlichen Fachbereich, 2. beim Vorstand, 3. beim Aufsichtsrat, 4. beim Gesellschafter (Bund bzw. Bundesland), 5. bei der Finanzaufsicht. Für Außenstehende unfassbar, wenn man bedenkt, wieviel Geld in den vergangenen Jahren in die Risiko-Überwachung und in Risikomessverfahren gesteckt wurde. Jetzt muss wieder einmal der Steuerzahler für die Fehler des durchgeknallten Managements einstehen.
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Beuteland
Das Ökonomische ist immer auch politisch, weil Macht, Geld und Moral zusammen spielen. Bruno Bandulet, der einst über Adenauers Außenpolitik promovierte, zeichnet in seinem neuen Buch eindrucksvoll und ungewohnt eine Epoche deutscher Geschichte nach: Von der "Stunde Null" 1945 über die bis 1990 mühsam erkämpfte Selbstbestimmung und die mit der Einführung des Euro wieder verloren gegangene Souveränität Deutschlands. Wer die Finanz- und Zuwanderungskrise in Europa besser verstehen und einordnen will, sollte sich diese im Juli 2016 erschienene aufrüttelnde Abhandlung nicht entgehen lassen. Doch Vorsicht: Als Leser braucht man dafür starke Nerven und intakte Halsschlagadern.


 

 
 
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