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Ölkrise erweckt das Gespenst der Stagflation
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  Ölkrise erweckt das Gespenst der Stagflation, 27.04.08

Die galoppierenden Benzinpreise in Deutschland erinnern an die Ölkrise in den 70er Jahren. Vier Faktoren fördern die krisenähnliche Situation: 1. Die das Angebot weltweit deutlich übersteigende Nachfrage. 2. Die angeheizte Spekulation am Ölmarkt. 3. Die hemmungslose Ausnutzung dieser Situation durch die Ölgesellschaften. 4. Die überproportional mit den Bezinpreisen steigende Mineralöl- und Ökosteuer. Mittlerweile entfällt auf jeden Liter Benzin eine Steuerlast von knapp einem Euro (siehe auch Downloads: Benzinpreise und Steuern).

Die negativen Folgen sind absehbar: Steigende Inflationsraten bei stagnierendem Wachstum (Stagflation). Viele Autofahrer können schon aus beruflichen Gründen nicht auf das Auto verzichten. Doch auch sonst ist es nur eingeschränkt möglich, den höheren Benzinpreisen auszuweichen. Da aber jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann, fehlt das Geld zwangsläufig für andere Konsumausgaben und Investitionen. Schlechte Voraussetzungen für einen konjunkturellen Aufschwung.

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