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Gesundheitsvorsorge: Nur durch Kostenbewußtsein und Kostentransparenz können die Abgaben gesenkt werden
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  Gesundheitsvorsorge: Nur durch Kostenbewußtsein und Kostentransparenz können die Abgaben gesenkt werden, 13.02.03

Die aktuelle Diskussion um die erneut ansteigenden Krankenkassen-Beiträge und die mühsamen Versuche, aus der Kostenklemme herauszukommen, zeichnen ein klares Bild: Die Versicherten haben die Kostenerhöhungen in der Vergangenheit stets schicksalhaft hingenommen. Zudem haben sie selber angesichts des gesetzlich verordneten Solidaritätsprinzips und des Vollkaskosystems zu den Kostenerhöhungen beigetragen.

Außerdem haben die gesetzlich Versicherten nur eine höchst diffuse Ahnung davon, was die Arztbesuche, Arzneien und Krankenhausbehandlungen kosten. Bisher schien es offensichtlich auch nicht nötig, hierüber aufzuklären.


Wer es mit den Versicherten im Sinne geringerer Vorsorgekosten gut meint, der sollte sich für eine totale Kostentransparenz aussprechen, denn nur so kann Kostenbewußtsein bei den Versicherten erreicht werden. Und dies ist die Grundvoraussetzung für zukünftige Kostensenkungen.


Wir schlagen vor, die Krankenkassen, ob gesetzlich oder privat, zu verpflichten, jedem Versicherten einen jährlichen Kontoauszug mit allen Umsätzen zukommen zu lassen. Dieser Kontoauszug muss sämtliche Zahlungseingänge (die monatlichen Krankenkassenbeiträge der Versicherten und die Arbeitgeberanteile, die von den Kassen erwirtschafteten Erträge aus den Geldanlagen) und alle Zahlungsausgänge für die Versicherten (Arzneien, Ärztliche Behandlungen, Krankenhausbehandlungen, Verwaltungsumlagen der Krankenkassen, aufgeteilt nach direkten und Risikostrukturumlagen, usw.) ausweisen. Der Saldo aus beiden Zahlungsreihen zeigt dann jedem Versicherten, ob er im Minus oder im Plus steht, ob er also aus dem Solidarfonds mehr empfangen hat oder mehr in die Gemeinschaft eingezahlt hat. Dabei wird er ein Gefühl für die Solidarität zwischen Gesunden und Kranken entwickeln können, das ihm heute völlig fehlt. Zudem ist die Solidargemeinschaft heute zu weit mehr verpflichtet, nämlich  familien- und verteilungspolitische Vorgaben zu erfüllen, die hier in der Zukunft nichts mehr zu suchen haben.

Sicher geht der Versuch, über Arztquittungen mehr Kostenbewußtsein zu schaffen, in die richtige Richtung. Doch das ist viel zu halbherzig und sorgt nur dafür, den schwarzen Peter hin und her zu schieben. Beim Kontoauszug müssen alle Farbe bekennen. Dann wird es sicher interessant, Vergleiche anzustellen und den Versicherten als mündigen Kunden zu betrachten. Das wäre doch eine schöne Aufgabe für die Stiftung Warentest.

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Beuteland
Das Ökonomische ist immer auch politisch, weil Macht, Geld und Moral zusammen spielen. Bruno Bandulet, der einst über Adenauers Außenpolitik promovierte, zeichnet in seinem neuen Buch eindrucksvoll und ungewohnt eine Epoche deutscher Geschichte nach: Von der "Stunde Null" 1945 über die bis 1990 mühsam erkämpfte Selbstbestimmung und die mit der Einführung des Euro wieder verloren gegangene Souveränität Deutschlands. Wer die Finanz- und Zuwanderungskrise in Europa besser verstehen und einordnen will, sollte sich diese im Juli 2016 erschienene aufrüttelnde Abhandlung nicht entgehen lassen. Doch Vorsicht: Als Leser braucht man dafür starke Nerven und intakte Halsschlagadern.


 

 
 
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