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Scheubli denkt laut: Die Griechen müssen den Ausweg selbst finden
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  Scheubli denkt laut: Die Griechen müssen den Ausweg selbst finden, 09.02.15

Von:
Lupo Scheubli

Kommentar: Manche Parteifreunde erwarten von mir selbstkritische Töne im Umgang mit den Griechen. Das ist erstens naiv, und zweitens ist Selbstkritik nicht meine Stärke. Wir haben bei den Griechen alles richtig gemacht. Die Griechen dagegen haben sich den Zugang zum Euro 2001 mit falschen Zahlen erschlichen. Gut, das haben wir gewusst und deshalb nicht tief gebohrt. Und sie haben 2010 mit geschönten Statistiken neues Geld aus unserem Steuersäckel geholt. Das haben wir auch gewusst; deshalb ist das frische Geld ja hauptsächlich an die Banken geflossen, die damit ihre Kreditrisiken gegenüber Griechenland abbauen konnten. Und nun verlagern wir nach und nach die griechischen Schulden an die EZB, damit die Geldinstitute wieder Luft haben, allen Euroländern frisches Geld zu pumpen. Dazu brauchen wir die großen Banken; deshalb haben wir sie seit 2008 für unsinkbar erklärt. Ist das nicht titanisch? Noch ein Letztes zu den Griechen: Die Bürger dort können einem zwar leid tun, aber ihre Regierungen haben sie sich selber gewählt. Und ob sie im Euro bleiben wollen oder nicht: Diese Entscheidung können und wollen wir ihnen nicht abnehmen. Mein persönlicher Rat: Zieht den Stecker, lasst die Schulden sausen und fangt noch einmal von vorne an.

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