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Sind wir noch zu retten?
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  Sind wir noch zu retten?, 31.05.10

Von:
Kopfschüttler

Kommentar: Gaga-Nachrichten beherrschen die Szene. Wer will sich schon mit Staats- schulden, Finanzmarktkrisen, Ölpest und anderen "nichtigen" Problemen herumschlagen? Kaum zu vermuten, dass es noch ernsthafte Menschen auf dieser Welt gibt, die sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen. Wer ist denn auch bereit und in der Lage, sich mit ehrlichem Anliegen im Haifischbecken der Mächtigen als idealistisch-naiver Lenker und Problemmanager zu bewegen? Das Scheitern wäre sicher. Dabei sind es die politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen von heute, die uns - vom Egoismus geprägt - mit Fehlentscheidungen am laufenden Band in den Abgrund treiben. Erst der völlige Absturz ins finanzielle Nichts wird den Boden für einen Neuanfang bereiten. Ab gehts.

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Beuteland
Das Ökonomische ist immer auch politisch, weil Macht, Geld und Moral zusammen spielen. Bruno Bandulet, der einst über Adenauers Außenpolitik promovierte, zeichnet in seinem neuen Buch eindrucksvoll und ungewohnt eine Epoche deutscher Geschichte nach: Von der "Stunde Null" 1945 über die bis 1990 mühsam erkämpfte Selbstbestimmung und die mit der Einführung des Euro wieder verloren gegangene Souveränität Deutschlands. Wer die Finanz- und Zuwanderungskrise in Europa besser verstehen und einordnen will, sollte sich diese im Juli 2016 erschienene aufrüttelnde Abhandlung nicht entgehen lassen. Doch Vorsicht: Als Leser braucht man dafür starke Nerven und intakte Halsschlagadern.


 

 
 
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