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Wir haben bei den Staatsfinanzen den Knackpunkt erreicht
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  Wir haben bei den Staatsfinanzen den Knackpunkt erreicht, 05.03.10

Von:
Alexis Creditus

Kommentar: Soweit sind wir nun gekommen, dass ein Land wie Griechenland beweisen muss, ob es auf den Finanzmärkten noch frisches Geld bekommt, um alte Sünden zu finanzieren. Das genau ist der Knackpunkt vor der Insolvenz. Die einen merken, dass das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Die anderen glauben, dass das Spiel immer weiter geht. Und die Griechen - aber nicht nur sie - müssen nun den Ankündigungen Taten folgen lassen. Alle Industriestaaten brauchen schon bald noch viel mehr Geld aus den Taschen privater Anleger, um deren Vertrauen oder Naivität mit heftigen Zinsaufschlägen gebuhlt wird.

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Beuteland
Das Ökonomische ist immer auch politisch, weil Macht, Geld und Moral zusammen spielen. Bruno Bandulet, der einst über Adenauers Außenpolitik promovierte, zeichnet in seinem neuen Buch eindrucksvoll und ungewohnt eine Epoche deutscher Geschichte nach: Von der "Stunde Null" 1945 über die bis 1990 mühsam erkämpfte Selbstbestimmung und die mit der Einführung des Euro wieder verloren gegangene Souveränität Deutschlands. Wer die Finanz- und Zuwanderungskrise in Europa besser verstehen und einordnen will, sollte sich diese im Juli 2016 erschienene aufrüttelnde Abhandlung nicht entgehen lassen. Doch Vorsicht: Als Leser braucht man dafür starke Nerven und intakte Halsschlagadern.


 

 
 
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