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Verstaatlichung der Banken?
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  Verstaatlichung der Banken?, 09.01.09

Von:
L. Ibero

Kommentar: Sollte sich nach der Commerzbank und der Allianz/Dresdner-Bank nun tatsächlich auch noch die Deutsche Bank unter Staatsherrschaft begeben? Dann ist es nicht mehr weit bis zur gänzlichen Verstaatlichung der Banken. Die erodierenden Landesbanken und meisten Sparkassen sind ohnehin in öffentlicher Hand. Fehlen nur noch die genossenschaftlichen Banken, die notfalls per Gesetz eingefangen werden können. Oskar Lafontaine und Gregor Gysi jubeln bereits ob der verantwortungslosen Kapitalisten, die ihnen so leicht in die Hände spielen. Bankbeamte, gesteuert aus Berlin, kehren nun eindruckvoll an die Schaltstellen staatlicher Macht zurück.

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Beuteland
Das Ökonomische ist immer auch politisch, weil Macht, Geld und Moral zusammen spielen. Bruno Bandulet, der einst über Adenauers Außenpolitik promovierte, zeichnet in seinem neuen Buch eindrucksvoll und ungewohnt eine Epoche deutscher Geschichte nach: Von der "Stunde Null" 1945 über die bis 1990 mühsam erkämpfte Selbstbestimmung und die mit der Einführung des Euro wieder verloren gegangene Souveränität Deutschlands. Wer die Finanz- und Zuwanderungskrise in Europa besser verstehen und einordnen will, sollte sich diese im Juli 2016 erschienene aufrüttelnde Abhandlung nicht entgehen lassen. Doch Vorsicht: Als Leser braucht man dafür starke Nerven und intakte Halsschlagadern.


 

 
 
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