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Steinbrück vergreift sich im Ton - Ackermann agiert souverän
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  Steinbrück vergreift sich im Ton - Ackermann agiert souverän, 03.11.08

Von:
Finanzpolitischer Beobachter

Kommentar: Der Finanzminister ist zwar für seine schnoddrige Ausdrucksweise bekannt, das entbindet ihn aber nicht von der Pflicht, sich im Umgang mit den Bankern ordentlich zu verhalten. Sein Hinweis auf Körperteile der Banker, in die man nun rettend Geld hineinschieben müsse, ist wirklich unter der Gürtellinie. Ganz anders Josef Ackermann, der dem insistierenden ZDF-Journalisten Peter Frey klar bedeutete, dass die Deutsche Bank stark genug ist, um ihre eingegangenen Risiken selbst tragen zu können. Das sollte der Normalfall sein. Erstaunlich und bezeichnend, dass die Medien über den Misston von Steinbrück kein Wort verlieren, während Ackermann für eine normale Grundhaltung an den Pranger gestellt wird.

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Die Deutschen zwischen Größenwahn und Selbstverleugnung Die Deutschen zwischen Größenwahn und Selbstverleugnung
"Noch nie stand Deutschland so einsam da wie unter Angela Merkel", schreibt Markus Vahlefeld in seinem im Mai 2017 erschienenen Essay. Die deutschen Leitmedien aber stehen an ihrer Seite und erklären zu Demokratiefeinden, die nicht dem "humanitären Imperativ" der Bundeskanzlerin folgen. Diese moralische Hochnäsigkeit bestimmt das neue deutsche Selbstwertgefühl, gepaart mit Heuchelei und Hybris. Deutschland sieht sich als das letzte aufrechte Land dieses Erdenrunds und isoliert sich zusehends von den nachbarlichen und westlichen Staaten. "Es gibt einige gute und sehr gute Texte über die geistig-moralische Wende, die von der Kanzlerin zum politischen Programm erhoben wurde. Dieser hier - ich meine das Buch von Markus Vahlefeld - ist der beste", schreibt Henryk M. Broder im Vorwort. So ist es.


 

 
 
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