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Wähler im Dilemma
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  Wähler im Dilemma, 26.04.06

Von:
W. Brodt

Kommentar: Gut, dass morgen keine Bundestagswahl ist. Wir wüssten doch gar nicht, wen wir wählen sollten. Denn die Regierung hat mit der Agenda 2010 die Grenzen ihrer Reformfähigkeit deutlich beschrieben. Deutschland aber braucht eine grundlegend neue Konzeption, die die Eigenverantwortung der Bürger in den Vordergrund stellt und die Gängelung des Staates zurückdrängt. Leider ist bei der Oppositon nicht zu erkennen, dass sie die Notwendigkeit für einen weitreichenden Wurf, der zudem die demografischen Herausforderungen unseres Landes berücksichtigt, überhaupt erfasst hat. Außerdem ist die Zeit für eine ostdeutsche Kanzlerin nicht reif. Für einen ältlichen Springkasper von der Isar ist die Zeit jedoch schon längst abgelaufen, auch wenn er es noch nicht weiß. Die bereitstehenden Landesfürsten sind auch keine erstrebenswerte Alternative. Und die FDP muss erst einmal ihr Tal von der Spaßpartei zu einer seriösen, liberalen und reform-orientierten Partei durchschreiten. Deutschland braucht Zeit, die es aber nicht mehr hat.

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