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Ackermann
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Ackermann, 27.04.08

Von:
Argus

Frage:
Wie bewerten Sie den Fall Ackermann?

Antwort:

Die Umstände der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone sind kein "Fall Ackermann". Der damalige Aufsichtsrat von Mannesmann zahlte dem Vorstandsvorsitzenden Klaus Esser ein Prämie, weil er sich der Übernahme zunächst in den Weg stellte und damit -gewollt oder ungewollt- den Mannesmann-Aktionären Milliarden in die Taschen schaufelte. Welcher Mannesmann-Aktionär war dagegen? Josef Ackermann hat sich damals als AR-Vorsitzender strafrechtlich nichts zu Schulden kommen lassen. Auch privatrechtlich ist ihm nichts vorzuwerfen. Die Mannesmann-Aktionäre wurden nicht geschädigt. Die Zahlung an den Mannesmann-Vorstand fand mit Billigung des neuen Aktionärs Vodafone statt. Nur Vodafone hätte sich geschädigt fühlen können. Neue Anstellungsverträge für die Vorstände von Aktiengesellschaften lösen diese wirtschaftliche Konstellation, die bei Klaus Esser noch Stein des Anstoßes ist. Fazit: Das Verfahren wurde durch das BGH-Urteil wieder auf Null gestellt. Es darf erneut mit einem Freispruch der Angeklagten gerechnet werden. Die Politiker sollten sich gefälligst aus dem Verfahren heraushalten. Alles, was wir jetzt von politischer Seite an Rücktrittsforderungen hören, ist pure Anmaßung und kaum zu überbietende Überheblichkeit. Aufgerufen ist allenfalls der Aufsichtsrat der Deutschen Bank, wobei sich deren Vorsitzender Breuer leider immer noch nicht der internen Verschwiegenheit verpflichtet fühlt. Das ist bedauerlich für den Vorstand, vor allem für Josef Ackermann. Ich wünsche ihm, stark genug zu sein, sich den meist emotionalen Anfeindungen zu widersetzen und sich an den Erfolgen der Deutschen Bank zu erfreuen. Vielleicht ebnet er sich damit selbst den Weg, die jüngsten geschäftspolitischen Fehler beim Desaster des offenen Immobilienfonds zu korrigieren und die Anleger im Verhältnis zu den Aktionären so zu stellen, wie es sich unter dem Gebot der Fairness gehört.

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Alice Weidel gehört zu den inzwischen selten gewordenen Politikern, die den Mut haben, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen; die offen und engagiert dafür kämpfen, dass eine freie, demokratische, sichere und geordnete Bundesrepublik in einer stark reformierten EU wiederhergestellt werden kann. In ihrem höchst lesenswerten Buch „Widerworte – Gedanken über Deutschland“ lehnt sie sich gegen die gesellschaftlichen und politischen Fehlentwicklungen auf... --> weiter


 

 
 
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