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Staatsfinanzen
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Staatsfinanzen, 27.04.08

Von:
Walter Wichtiger

Frage:
Geht es dem Staat wirklich so schlecht? War es schon mal schlechter, oder ist das nur jetzt so?
Kann der Staat auch mal pleite gehen? Und was ist dann mir unseren Geldern?

Antwort:

Dem Staat, d.h. vor allem Bund, Ländern und Gemeinden geht es insgesamt wirklich schlecht. Seit Jahrzehnten werden ständig mehr Schulden neu gemacht als zurückgezahlt. Das könnten wir uns als Privatleute auf Dauer nicht leisten. Doch der Staat kann ja immer an der Steuerschraube drehen, d.h. sie fester ziehen. Hier weiß aber schon der Hobby-Bastler: Bei der Schraube kommt nach fest lose. Die Bundesregierung glaubt jedenfalls, dass es noch fester geht. Natürlich könnte man auch sparen und die Subventionen und Kosten reduzieren. Kommt aber eher selten vor, weil sich alle an das süße Gift gewöhnt haben und gleich meckern bei Kürzungen, wäre also der letzte Gedanke. So geht der Staat so lange nicht pleite, wie er noch zahlungs- und steuerkräftige Einwohner hat. Und die meisten davon sind ja noch im Lande.

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Europa braucht den Euro nicht Europa braucht den Euro nicht
Thilo Sarrazin plädiert in seinem Buch für eigenverantwortliche Euro-Staaten, die sich zukünftig streng an die Regeln des Maastricht-Vertrages halten müssen. Wer das nicht kann oder will, sollte aus dem Euro aussteigen und seine Hausaufgaben erledigen, statt einfach die Nachbarstaaten um Hilfe zu bitten: "Dies ist die einzige langfristige Chance für Europa: ein Kontinent der Nationalstaaten, der seine Kräfte dort bündelt, wo es zweckmäßig ist, und dort individuelle Flexibilität lässt, wo das einzelne Land dies wünscht."


 

 
 
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