MITTWOCH, 21. NOVEMBER 2018
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 Nr. 71  0% RTF Rich Text Format Click&Buy  0 Wörter  03.02.15 kostenlos
"Scheubli denkt laut: Gehört Europa den Griechen?"

Textauszug:"Wie sag ich´s am besten meinem Kinde? Also: Wenn Du bei den Europäern so hohe Schulden hast, dass Du sie nicht zurückzahlen kannst, dann gehört Europa Dir. Jedenfalls glauben das die Griechen momentan und gefallen sich in der Rolle des Jagdhundes. Sie wollen uns als Großgläubiger in die Enge treiben. Dabei muss man wissen: Die Franzosen und Amerikaner nehmen gerne dazu die Rolle als Treiber ein, während die meisten Euro-Gruppen-Länder noch zögern, ob sie dabei mitmachen sollen. Es könnte ja sein, dass sie noch einmal unsere Hilfe brauchen. Also: Eigentlich müssten wir jetzt die Reißleine ziehen und aus dem Euro-Desaster aussteigen. Aber dann hätten wir ja den Schwarzen Peter. Da das Geld sowieso verloren ist, bleibt uns wohl vorerst nichts anderes übrig, als die Ramsch-Anleihen der Griechen umzuschulden, und die Fälligkeit bei den neuen Anleihen ganz zu streichen. Ein Trick, den andere Länder im letzten Jahrhundert auch schon öfter angewendet haben. Österreich hatte sogar mal eine Los-Anleihe ausgegeben, die wurde nur an diejenigen zurück gezahlt, die aus der Lostrommel gezogen wurden. Kein Witz."

 Nr. 72  0% RTF Rich Text Format Click&Buy  0 Wörter  02.02.15 kostenlos
"Scheubli denkt laut: Zuerst die bockigen Griechen wieder einfangen"

Textauszug:"Frau Merkel meint, ich soll mich mit meinem Plan B nicht noch weiter aus dem Fenster lehnen. Das wäre nicht hilfreich und würde die Leute nur verunsichern, auch in der Uckermark. Ich soll mich jetzt lieber erstmal um die bockigen Griechen kümmern, damit sie neues Geld von uns wieder freiwillig entgegen nehmen. Beißen auch noch die fütternde Hand, unglaublich. Jetzt üben wir Deeskalation, und der Juncker und der Schulz legen einen neuen roten Teppich für die Griechen aus. Erst schmeißen sie die Troika aus EU, EZB und IWF raus, und dann ledern sie unseren Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem vor den TV-Kameras ordentlich ab. Also, nein. Der wusste gar nicht wie ihm geschah, und dann hat ihm der Yanis Varoufakis auch noch frech die Hand gereicht, mit der anderen in der Hosentasche. Also wirklich. Nun: Den Plan B schließe ich öffentlich erst einmal aus. Dafür beruhige ich als deutscher Schatzkanzler die Euro-Gruppe mit neuem Geld von der EZB. Dass dieses Geld zu 26 % und später sogar noch höher aus den Taschen der deutschen Steuerzahler fließt, wissen die meisten Bürger bei uns ja nicht. Und so lange wir den Plan B nicht ziehen, merken sie es auch nicht direkt. Äh, das sollte ich ja nicht mehr sagen."

 Nr. 73  0% RTF Rich Text Format Click&Buy  0 Wörter  30.01.15 kostenlos
"Tagesschau: Staatliches Erziehungsfernsehen"

Textauszug:"Ich weiß nicht, wie es Ihnen damit geht, die Tagesschau nervt. Weltoffen? Allenfalls in homöopathischer Dosierung. Qualitätsjournalismus? Die Themenwahl: Provinzieller Tellerrand. Die Reihenfolge: Eigenwillige Wichtigtuerei. Der Grundton: Einflößende Gehirnwäsche. Die Beiträge: Getretener Quark wird breit, nicht stark (Goethe). Eine Sendung etwa so: Die Griechen, Pegida, Edathy, einmal mehr NSU, Steinmeier (gewohnt weinerlich), ein Sportbericht, Wetter. Was sonst in der Welt passiert ist soll man sich auf Tagesschau.de ansehen. Tipp: euronews einschalten und ansonsten online gehen. Die Tagesschau können Sie dabei getrost links liegen lassen."

 Nr. 74  0% RTF Rich Text Format Click&Buy  0 Wörter  29.01.15 kostenlos
"Scheubli denkt laut: Der Plan B"

Textauszug:"Meine Kollegen in Berlin fragen mich jetzt öfter, ob sie den Plan B einmal sehen könnten. Offiziell gibt es ihn ja gar nicht, jedenfalls bestreite ich das immer, wenn ich gefragt werde. Der Draghi macht es übrigens genau so. Aber ich habe ja seit 2012 den Herrn Holle, der im Finanzministerium meine Abteilung "Enteignung" leitet. Ein tüchtiger Mann, den ich von der Boston Consulting Group eingekauft habe. Der dreht nicht nur Däumchen mit seinen Leuten, das können Sie mir glauben. Die meisten denken ja, der Plan B soll den großen Finanzcrash verhindern. Das ist Quatsch, der lässt sich nicht mehr ausschließen. Wie überhaupt: Was kann man denn schon ausschließen? Nein, der so genannte Plan B soll den Crash nicht verhindern, sondern managen, also regeln, wie eine Währungsreform über die Bühne gehen soll. Äh, ich glaube, für heute habe ich schon fast zu viel gedacht, oder?"

 Nr. 75  0% RTF Rich Text Format Click&Buy  0 Wörter  28.01.15 kostenlos
"Scheubli denkt laut: Die Griechen sind unser geringstes Problem"

Textauszug:"Als die Griechen vor fünf Jahren gesagt haben: "Wir können nicht mehr, wir müssen raus aus dem Euro." Da haben wir ihnen geantwortet: "Es geht nicht um euch, es geht um viel mehr. Ihr bleibt drin!" Folglich haben die griechischen Regierungen seitdem unseren Persilschein gerne zu ihrem Vorteil eingesetzt. Klar, wir haben den Griechen ein Sparprogramm auferlegt, das strikt zu beachten ist und von der Troika aus EU, EZB und IWF streng kontrolliert wird. Das mussten wir ja machen, damit erstmal Ruhe ist. Nun, wir haben mit dem Gelddrucken für Griechenland bekanntlich Zeit gekauft. Schön und gut, wenn einem in der gewonnenen Zeit etwas Vernünftiges einfällt. Uns ist leider nur eingefallen: Nochmal und noch einmal Zeit kaufen. Dumm, dass die Zeit so schnell vergeht. Aber glauben Sie mir, die Griechen sind unser geringstes Problem, sie können jetzt gerne aussteigen, das macht uns nichts. Aber Italien und Frankreich sind ganz andere Kaliber, Reform unfroh wie sie sind. Und wenn die vor der Hilfe-Geld-Tür stehen, dann fällt mir nichts mehr ein. Außer Plan B..."


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Bundessteuergesetzbuch
Paul Kirchhof, Verfassungs- und Steuerexperte ("Der Professor aus Heidelberg"), hat ein einfaches, gerechtes und komplettes Steuer-Reformwerk vorgelegt. Mit einem Expertenteam enststand in jahrelanger und mühevoller Kleinarbeit und mit realen Stresstests ein Reformvorschlag, der diesen Namen redlich verdient: Nur noch vier Steuerarten statt 30; einheitliche Steuersätze mit passenden Freibeträgen für geringe Einkommen, Wegfall von 534 Steuerprivilegien. Gewinner: Die vielen anständigen Steuerbürger. Verlierer: Die Steuertüftler und deren Helfer. Das Bundessteuer-Gesetzbuch ist im Verlag C.F. Müller erschienen, 1306 Seiten, 139,95 €.


 

 
 
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