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Nachrichten - Hintergründe - Abgründe
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 Die Währungsunion ist ein großer Irrtum, ein abenteuerliches, waghalsiges und verfehltes Ziel, das Europa nicht eint, sondern spaltet. (Ralf Dahrendorf, 1995)

Mit dem Euro und der EZB - zugleich mit der Abschaffung der D-Mark und der Entmachtung der Deutschen Bundesbank - wurde ein systematischer Türöffner installiert, mit dem Deutschland dauerhaft geplündert werden kann.

Der Euro hat seine Funktion als Wertaufbewahrungsmittel verloren.
Er taugt nur noch für den Zahlungsverkehr und zum Schulden machen.

Mai 2010: Angela Merkel, Wolfgang Schäuble und Thomas de Maizière "verkaufen" Deutschland.
Ein Regierungsmitglied: "Merkel war in Moskau, Schäuble im Krankenhaus und der de Maizière hat sich über den Tisch ziehen lassen." Klaus-Peter Willsch: Von Rettern und Rebellen, München 2015, S. 51)


EZB bleibt vom Griechen-Debakel weitgehend verschont
17.02.12 

Euro 2-003Bundesbank-Präsident Jens Weidmann wirft den Regierungen in Euroland vor, dass sie der Deutschen Bundesbank und den anderen Notenbanken Probleme aufbürden, für die sie selbst verantwortlich sind. Eine EZB-Beteiligung am griechischen Schuldenschnitt schließt er aus. --> Handelsblatt
Die Notenbanken des Eurosystems haben griechische Staatsanleihen in Höhe von 43 Milliarden Euro zum "fortgeführten Anschaffungswert" im Bestand. Die Papiere sollen mit neuen Wertpapierkennnummern ausgestattet und so vom Schuldenschnitt ausgenommen werden. Private Gläubiger sind entsetzt. --> FAZ

07.02.12: 20 Jahre Maastricht-Vertrag - Mit Schuldengrenzen - Der gebrochene Vertrag

Schwarze Schwäne

31.01.12: Mit einer beispiellosen Geldflut versucht die EZB die Eurostaaten und deren Banken zu retten. Wie aus Finanzkreisen zu hören ist, dürfte die Notenbank am 29. Februar die Banken mit mehr als einer Billion Euro überschütten, für drei Jahre und fast zum Nulltarif. Damit sind die Banken in der Lage, ihre Staaten mit frischem Geld zur Deckung neuer Haushaltsdefizite zu versorgen. Der Fiskalpakt mit Schuldenbremse? Ein Marketing-Gag mit Nebelkerzeneffekt. Maastricht lässt grüßen. Siehe auch --> Handelsblatt

Euro 2-00419.01.12: Die kleine US-Ratingagentur Egan-Jones hat die Bonität Deutschlands von AA auf AA- herabgestuft. Grund sind die finanziellen Lasten, die auf Deutschland bei den Rettungsvorhaben der überschuldeten Euro-Länder zukommen. Zudem hält die Agentur die deutsche Fiskalpolitik für Besorgnis erregend, die Renten- und Pensionslasten eingeschlossen. --> Handelsblatt

Europäische Fiskalunion mit Vergemeinschaftung von Schulden
03.01.12 

Bargeld 500

Ausblick: Damit der Euro nicht zerbricht, wird er weich geklopft. Mit frischem Geld über EZB und IWF und mit neuen Staatsschulden. Ausgeglichene Staatshaushalte erscheinen den Regierungen in Euroland zu mühsam. Statt dessen wird Inflation als "geringeres Übel" in Kauf genommen.
--> Der listige Plan der EZB --> Handelsblatt 

10.12.11: EU-Gipfel: Die 27 EU-Staaten wollen bis auf England in einem "Fiskalunion-Vertrag" festlegen, dass sie sich künftig enger an die eigenen Regeln von Maastricht halten. Bei Verstößen wollen sie sich automatisch selbst bestrafen. Private Investoren und Anleger sollen den Kapitalhunger der Staaten stillen helfen und in Staatsanleihen gelockt werden: Mit dem Versprechen, keine Verluste erleiden zu müssen. Die "Feuerkraft" der Rettungsschirme EFSF und ESM soll mit einem Umweg über den Internationalen Währungsfonds (IWF) verstärkt werden. Auch die EZB soll ihre Geschütze stärker einsetzen. Die Fiskalunion ist somit faktisch beschlossen; die weitere Vergemeinschaftung von Staatsschulden und Garantien inbegriffen.

02.12.11: Angela Merkel geht den nächsten Schritt zur Fiskalunion. "Wir reden nicht nur über eine Stabilitätsunion, sondern wir fangen an, sie zu schaffen", sagt sie in ihrer Regierungserklärung zur Staatsschuldenkrise. In der Fiskalunion wird das souveräne Recht der einzelnen Staaten zur Führung von Staatshaushalten faktisch beschnitten. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem zentralistischen Europa mit kaum noch wahrnehmbarer Demokratie. Da niemand im "Junckerschen Vorgehen" aufschreit, folgert Angela Merkel messerscharf vor dem Deutschen Bundestag, dass die Notwendigkeit einer Fiskalunion inzwischen weitgehend anerkannt ist. "Wer die Fiskalunion predigt, handelt sich die Transferunion (mit Eurobonds) ein." --> Heike Göbel, FAZ

28.11.11: Angela Merkel und Nicolas Sarkozy wollen in einem neuen Stabilitätsvertrag willige Euro-Staaten auf Sparkurs bringen und nicht mehr auf eine Einigung aller EU-Länder warten. Der neue Euroland-Vertrag mit einigen Ländern soll innerhalb der Euro-Zone einen Klub der willigen Super-Europäer begründen. Dessen Mitglieder unterwerfen sich strengen Haushaltsregeln mit automatischen Strafen bei Verstößen. So soll das Vertrauen an den Finanzmärkten zurückgewonnen werden. Das aber dürfte nur mit einem Schuldenpakt und einem Schuldendeckel ab 2013 erreichbar sein. Siehe auch  --> Wirtschaftsblatt

Angela Merkel auf dem Weg zur Europäischen Fiskalunion. Im Gepäck: Eurobonds - nicht jetzt, aber später.
27.11.11 

1 Euro

Nun auch die Bundeskanzlerin: Der EU-Vertrag soll 2012 "in Richtung einer Fiskalunion" geändert werden. Das sagte sie beim Treffen mit dem französischen Staatschef Nicolas Sarkozy und dem italienischen Regierungschef Mario Monti. Nachdem die unglaubliche Ankündigung von Finanzminister Wolfgang Schäuble ohne öffentlichen Aufschrei über die Bühne gegangen ist, tut Angela Merkel den nächsten Schritt. Bleibt Widerstand aus, wird das Königsrecht des souveränen Staatshaushalts nach Brüssel verlagert; mit der logischen Konsequenz, dass Eurobonds nach und nach die Bundesanleihen ablösen. Ein Vorgehen frei nach der Juncker-Methode: Beiläufig ankündigen, Fakten schaffen, Aufschrei abwarten, weitermachen. --> siehe auch FOCUS

"Wir wissen aus der Wirtschaftsgeschichte, dass es immer zu Katastrophen geführt hat, wenn eine Zentralbank in großem Stil Staaten finanziert hat", sagte der scheidende EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. "Das endet in Inflation, nicht immer kurzfristig, aber mittel- bis langfristig". --> Wirtschaftsblatt

22.11.11: "Wichtig ist, sich möglichst schnell zu verständigen, die Strukturen einer Fiskalunion zustande zu bringen", sagte Wolfgang Schäuble im Reuters-TV-Interview am Rande des CDU-Parteitages in Leipzig. Das ist so, als würde der Beirat einer Wohnungseigentümer-Gemeinschaft nach eigenem Gutdünken auf alle Konten der Eigentümer zugreifen. Der Finanzminister fügt den deutschen Staatsbürgern Schaden zu. --> Wirtschaftsblatt 
--> Mannheimer Morgen: Schäuble bricht ein Tabu

EU-Währungskommissar Olli Rehn wirbt in Berlin für die Einführung von Eurobonds. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn lehnt die Pläne als verhängnisvoll ab: "Dies ist der Weg ins Verderben Europas. Wir müssen alles tun, um die Kontrollfunktion der Kapitalmärkte zu erhalten. Aber ich fürchte, dass die EU-Kommission ganz anderes vorhat." Sinn fordert, dass die Krisenländer die Folgen ihrer falschen Budget- und Finanzpolitik selber ausbaden. "Schuldensozialisierung" ist unsozial. --> FAZ

16.11.11: Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker tadelt Deutschland: "Die Höhe der Schulden ist besorgniserregend". Und er hat damit sogar Recht. Deutschland aber rechtfertigt die gute AAA-Bonität mit einer intakten und weltweit wettbewerbsfähigen Realwirtschaft; das zählt. Umso wichtiger, die offenen EU-Flanken sauber abzuschotten, um nicht mit anderen Euroländern in die Pleite zu schlittern. --> SPIEGEL

11.11.11: Hinter verschlossenen Türen laufen Gespräche über ein radikal verkleinertes Euroland mit einer Wirtschafts-Regierung. Die Kanzlerin dementiert. --> Handelsblatt

06.11.11: "Scheitert der Euro, scheitert Europa." Dieser Irrsatz von Angela Merkel forciert die Schuldenkrise in Euroland, weil er in alternativlose Denkgassen führt. Beschwerlich: Krisen machen Schlagzeilen - Lösungen sind langweilig. 

30.10.11: Was Ifo-Chef Werner Sinn und Finanzstratege Erwin Grandinger nach den EU-Gipfel-Beschlüssen zu sagen haben, sollte Pflichtlektüre für jeden Abgeordneten im Bundestag sein. Der Patient "€uroland" kann nur überleben, wenn er seinen ungesunden Lebenswandel ändert und seine Staatshaushalte zukünftig ohne Neuschulden betreibt. Doch das ist unwahrscheinlich.
Sinn: Die Euro-Krise beginnt jetzt von vorne --> WELT
Grandinger: Deutschland wird nun selbst zum Hedgefonds --> WELT

Neues Staatsvertrauen ist nur ohne Neuschulden denkbar
27.10.11 

Herbst im Alstertal

EU-Gipfel - Die Ergebnisse:
1. Private Gläubiger wie Banken und Versicherungen verzichten "freiwillig" auf die Hälfte ihrer Griechenland-Forderungen.
2. Griechenland bekommt ein neues Hilfspaket von 100 Milliarden €uro.
3. Der Rettungsfonds EFSF versichert mit einem Volumen von etwa 250 Milliarden €uro und mit 25% neue Anleihen von Schuldenstaaten, deren Bonität sonst nicht ausreicht, um an den Finanzmärkten frisches Geld zu erhalten.
4. Die führenden Banken Europas müssen sich weiteres Eigenkapital beschaffen (Mindest-Kernkapitalquote 9%), um ihre Risiken zukünftig besser abzufedern.
Was aber fehlt und für den Fortbestand des €uro ausschlaggebend ist: Eine Verpflichtung aller €uro-Staaten, ihre Staatshaushalte ab 2013 ohne neue Schulden zu betreiben. Nur so kann dauerhaft neues Vertrauen entstehen und die Sanierung gelingen.
23.10.11: "Griechenland ist erst der Anfang... Portugal ist als Nächstes an der Reihe", erklärt Charles Wyplosz, Wirtschaftsprofessor am Genfer Graduate Institute, in einem --> Interview mit der NZZ. Er rechnet mit weiteren Zahlungsausfällen europäischer Staaten.
20.10.11: "Gebt mir einen festen Punkt im All, und ich werde die Welt aus den Angeln heben." Nicht Wolfgang Schäuble, sondern Archimedes gilt als Entdecker des Hebelgesetzes. Was aber wollen die EU-Regierenden mit dem Finanzhebel beim Rettungsschirm EFSF erreichen? 1. Sich selbst retten. 2. Die Euro-Länder mit noch mehr frischem Geld versorgen, um noch einmal Zeit zu gewinnen. - Helfen wird das nicht. Denn die Staatsschulden steigen so noch schneller und weiter an. Damit wirkt der Finanzhebel wie ein Brandbeschleuniger. An einen Neustart wird wohl kein Weg vorbei gehen.

Bankenkrise 2011: Zu viel Mist auf dem Acker
15.10.11 

PleitegeierDer Teufelskreis: Vormals als sicher geltende Staatsanleihen büßen an den Finanzmärkten erheblich an Wert ein, weil das Risiko von Staatspleiten real wird. Einigen großen Finanzhäusern fehlt das Eigenkapital, um die Wertverluste verkraften zu können. Sie haben mehr Mist auf dem Acker, als sie unterpflügen können. Die Gefahr ist groß, dass insolvente Schuldenstaaten ihre Geldgeber in den Abgrund reißen. Neue Staatshilfen scheinen nötig. Da aber die Staaten mehr Geld ausgeben als sie einnehmen, leihen sie sich von den Banken frisches Geld. So schließt sich der Kreis immer wieder, bis nichts mehr geht. Macht und Gier diktieren.

Staatsanleihen sind eine Falle

Seth M. Glickenhaus, 94jähriger Anlageexperte in den USA (45 Mitarbeiter, verwaltete Vermögenswerte 1,5 Milliarden Dollar) hat sämtliche Krisen seit 1930 miterlebt. In einem WDR-Interview Anfang 2009 brachte er erfrischend und klar seinen ganzen Erfahrungsschatz ein. "Eine einfache Frage: Was macht Oma mit ihrem Sparstrumpf und für ihre Rente?" "Oma soll sich einen guten Berater nehmen und schwer aufpassen: Staatsanleihen sind eine Falle. Denn der Staat macht im Moment dermaßen viele Schulden, dass da eine Inflationswelle auf uns zurollen wird. Selbst im vorsichtigen konservativen Deutschland." ---> mehr


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Weisheit des Tages
 
  Eine Gefälligkeit produziert einen Schuldschein, der irgendwann fällig wird.    
 
 
Europa braucht den Euro nicht Europa braucht den Euro nicht
Thilo Sarrazin plädiert in seinem Buch für eigenverantwortliche Euro-Staaten, die sich zukünftig streng an die Regeln des Maastricht-Vertrages halten müssen. Wer das nicht kann oder will, sollte aus dem Euro aussteigen und seine Hausaufgaben erledigen, statt einfach die Nachbarstaaten um Hilfe zu bitten: "Dies ist die einzige langfristige Chance für Europa: ein Kontinent der Nationalstaaten, der seine Kräfte dort bündelt, wo es zweckmäßig ist, und dort individuelle Flexibilität lässt, wo das einzelne Land dies wünscht."


 

 
 
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