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Fragen & Antworten
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Mini-Bargeld lachtDenken ist die schwerste Arbeit, die es gibt.
Das ist wahrscheinlich auch der Grund, dass sich so wenige Leute damit beschäftigen. 
(Henry Ford) 

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Wenn Sie Ihre Frage abgeschickt haben, werden wir sie so schnell wie möglich beantworten und freischalten.

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Wieso zahlen Banken jetzt noch Boni?
23.02.09 
Von: Berger
Frage: Mir ist völlig unverständlich, dass Banken, die Verluste schreiben, oder die sogar staatliche Unterstützung brauchen, Millionenbeträge an Boni für ihre Mitarbeiter zahlen. Wenn Banken keine Gewinne erzielen, kann es doch keine Boni geben!

Antwort:
Sie haben mehr als Recht. Die Boni-Zahlungen basieren jedoch auf arbeitsrechtlich nicht angreifbaren Verträgen, die allerdings äußerst dümmlich sind. Vielleicht trägt eine gedankliche Übertragung auf den Fußball zum Verständnis bei. Nehmen wir an, der DFB würde mit Michael Ballack eine Bonus-Vereinbarung treffen, die unabhängig davon ist, ob Deutschland das Ziel erreicht, an der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika teilzunehmen. In der Vereinbarung könnte stehen: "Wenn Michael Ballack in jedem Spiel, an dem er teilnimmt, mehr als 10 Kilometer läuft, erhält er eine Bonuszahlung von 3 Millionen Euro." Der Betrag wäre bei Erreichen der Zielvereinbarung selbst dann fällig, wenn Deutschland in der Qualifikation jedes Spiel hoch verlieren sollte. Nun wissen Sie, wie es bei den Banken funktionierte.

Bertelsmann-Anleihe
30.01.09 
Von: Tanja Tormenta
Frage: Dieter Bohlen bevorzugt eine konservative Geldanlage und empfiehlt Unternehmensanleihen wie z.B. eine Bertelsmann-Anleihe. Die würde 7% Verzinsung jährlich bringen. Was halten Sie davon?

Antwort:

Keine schlechte Anlage, vorausgesetzt, dass unser wackeliges Finanz- und Wirtschaftssystem stabilisiert werden kann und uns nicht um die Ohren fliegt.

Merkel-Garantie
23.12.08 
Von: Walter
Frage: Die Bundeskanzlerin hat zwar öffentlich erklärt, dass die Einlagen bei den deutschen Banken sicher sind und kein Sparer Geld verlieren wird, aber kann man darauf vertrauen? Es gab ja schon einmal einen Blüm, der sich versprach und meinte, die Rente sei sicher.

Antwort:

Sie haben Recht, wenn Sie als Sparer misstrauisch sind. Es ist schon merkwürdig, dass die gesetzliche Einlagensicherung beim Schnüren des Rettungspakets nicht angepasst worden ist. So schnell, wie die Rettung der Finanzhäuser gesetzlich durchgepeitscht wurde, hätte es nahe gelegen, die Einlagesicherung am Garantieversprechen der Kanzlerin auszurichten. Es bleibt also dabei: Wenn alle Stricke reißen, sind Sie in Deutschland nur mit maximal € 20.000 abgesichert, bei einer Eigenbeteiligung von 10 %. Bleiben Sie wachsam!

Wer sind die G8 und die G20?
18.11.08 
Von: Mantau
Frage: Bisher habe ich immer nur von den G7 oder G8 gehört. Welche Staaten gehören zu den G20, die sich zum Finanzgipfel in Washington getroffen haben?

Antwort:

G7: Sieben führende Wirtschaftsnationen: USA, Kanada, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien (seit 1975). G8: G7 plus Russland (seit 1998). G20: G8 plus EU plus Argentinien, Australien, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei (seit 1999).

Sind die Einlagen bei Banken wirklich sicher?
30.10.08 
Von: Teichmann
Frage: Langsam aber sicher bekomme ich wegen der anhaltenden Finanzkrise kalte Füße. Nun müssen schon Staaten gestützt werden. Was mich stutzig macht: Die Kanzlerin hat erklärt, die Einlagen der Sparer wären sicher. Aber ein Gesetz dazu ist nicht vorgesehen. Also werden wir uns im Ernstfall darauf nicht berufen können. Dann haben wir mit Zitronen gehandelt, so wie vor Jahren, als ein Arbeitsminister behauptete, die Renten wären sicher. Norbert Blüm als Komiker, der heute zugibt, antikapitalistisch zu sein und den Sodann für witzig hält. Ich kann darüber nicht lachen. Was glauben Sie, sind die Einlagen sicher?

Antwort:

Es ist in dieser unsicheren Zeit durchaus sinnvoll, die Einlagensicherung auf den Prüfstand zu nehmen. Sie haben Recht: Ohne gesetzliche Grundlage kann von keiner absoluten Sicherheit der Einlagen die Rede sein. Es lohnt sich auch, die Sicherung differenziert zu betrachten. Bei den Sparkassen haften durchweg die Kommunen für ihre Institute; bei den Volksbanken/Raiffeisenbanken haften letztlich die Mitglieder für ihre Genossenschaftsbanken. Hier ist die Sicherheit für die Sparer am höchsten. Bei den großen privaten Aktienbanken sieht das etwas anders aus: Gesetzlich nehmen Sie im Pleitefall mit 10% Eigenbeteiligung am Verlust teil, wenn alle privaten Reißleinen versagen sollten. Ob dann der Staat freiwillig einspringt, bleibt ihrem Grundvertrauen überlassen.


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Beuteland
Das Ökonomische ist immer auch politisch, weil Macht, Geld und Moral zusammen spielen. Bruno Bandulet, der einst über Adenauers Außenpolitik promovierte, zeichnet in seinem neuen Buch eindrucksvoll und ungewohnt eine Epoche deutscher Geschichte nach: Von der "Stunde Null" 1945 über die bis 1990 mühsam erkämpfte Selbstbestimmung und die mit der Einführung des Euro wieder verloren gegangene Souveränität Deutschlands. Wer die Finanz- und Zuwanderungskrise in Europa besser verstehen und einordnen will, sollte sich diese im Juli 2016 erschienene aufrüttelnde Abhandlung nicht entgehen lassen. Doch Vorsicht: Als Leser braucht man dafür starke Nerven und intakte Halsschlagadern.


 

 
 
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